«Den Krieg ohne Krieg in einen wirklichen Frieden aufzulösen, ist nicht gelungen oder nie wirklich gewollt worden. Die Worte darüber, wie der Friede aussehen müsste, damit er hält, waren leer oder sind ins Leere gelaufen. Und so bilden jetzt die Haufen aus Unklarheiten, Verletzungen und gescheiterten Plänen, die während der Dauer des eingefrorenen Konflikts aufgeworfen wurden, die Hügel, von denen aus erneut geschossen wird. Die visuellen Analogien in Meinrad Schades Bildern (...) zeigen die kausalen Verstrickungen.»

Aus «Zwischen Krieg und Frieden», in: Meinrad Schade – Krieg ohne Krieg, Verlag Scheidegger & Spiess, 2015

Nadine Olonetzky (*1962 in Zürich) schreibt u. a. für die NZZ am Sonntag zu Themen aus Fotografie, Kunst und Kulturgeschichte und ist Autorin sowie Herausgeberin mehrerer Bücher.


Ausbildung an den Schulen für Gestaltung Basel und Zürich, Volontariat auf der Redaktion der Kulturzeitschrift du. Assistenzen an der Kunsthalle Wien 1994 und am Fotomuseum Winterthur 1995/96. 1997–2001 in der Kulturstiftung des Kantons Thurgau für Projekte der bildenden Kunst zuständig. Weiterbildung in Kultur- und Fotografiegeschichte. 1996–2009 Redaktorin des Kunst-Inserts der Literaturzeitschrift entwürfe.


Seit 2008 Projektleiterin/Lektorin im Verlag Scheidegger & Spiess. Lebt und arbeitet in Zürich.